Counseling (Beratung) ist ein relativ neuer Wissenschaftszweig, der fachübergreifend zwischen verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen (Sozialpädagogik, Pädagogik, Soziologie, Psychologie) angesiedelt ist. Er schließt Erkenntnisse aus den Wirtschaftswissenschaften, der Medizin und auch aus der Theologie mit ein – zumindest an der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF).

Der internationale Begriff ›Master of Arts in Counseling‹ erlaubt eine klare Einordnung des Studienganges in der globalisierten Welt. Alles Vorteile, die keineswegs selbstverständlich und ein wesentliches Argument für ein Studium in Friedensau sind. Schließlich – und das macht ihn besonders attraktiv – ist dieser Studiengang sogar berufsbegleitend studierbar!

Kurzinformationen

Bewerbungsfrist: 31. August
Semesterbeginn: 2. Woche im Oktober (Wintersemester)
Studienzeit: 6 Semester Regelstudienzeit (180 CP)
Studienform: vollzeit/berufsbegleitend

Abschluss: Master of Arts Counseling
Sprache des Studiengangs: deutsch
Studiengebühren: Finanzbulletin
Finanzierungsmöglichkeiten: Infos kommen bald

Studieninhalte

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester oder sechs Semester, wenn das Studium berufsbegleitend stattfindet. Um ein berufsbegleitendes Studium zu ermöglichen, finden die Lehrveranstaltungen in Blockwochen statt. Aufgrund der modularen Struktur des Studiengangs ist es in Ausnahmefällen möglich, im Sommersemester mit den Modulen des zweiten Semesters das Studium aufzunehmen.
Für den Studiengang kann Bildungsurlaub beantragt werden.

Der vollzeitlich und berufsbegleitend angebotene Studiengang M.A. in Counseling mit dem Schwerpunkt Ehe-, Familien- und Lebensberatung versteht sich als:

  • ressourcensorientiert, d.h. will nicht „therapieren“, sondern zur Entdeckung eigener Möglichkeiten und Stärken verhelfen
  • methodenplural, d.h. inst nicht auf eine „Schule“ oder Verfahrensweise festgelegt, sondern bemüht sich um optimale Lösungen für die jeweilige Situation
  • praxisnah, d.h. arbeitet mit Elementen angeleiteter Selbstreflexion und umfangreichen supervidierten Praktika
  • forschungsorientiert, d.h. vermittelt Methoden der qualitativen und quantitativen Empirie, um zu eigenständiger theoriegeleiteter Forschung zu befähigen

Module

Der Master of Arts in Counseling bietet schwerpunktmäßig Grundlagen für eine Tätigkeit im Bereich Ehe-, Familien- und Lebensberatung an. Der Studiengang eignet sich als Weiterbildung im Bereich Sozialarbeit und Sozialpädagogik und anderer helfenden Professionen, aber auch als Spezialisierung für seelsorgerliche Dienste in einer christlichen Gemeinde. Hilfe bei der Lebensbewältigung heißt neben der Begleitung, bei der Entdeckung von Lösungen für persönliche Probleme und Fragen behilflich zu sein und Prävention zu leisten durch praktische und relevante Vorbereitung auf die Herausforderungen des Lebens. Darin liegt das zutiefst christliche Anliegen, Menschen eine Perspektive für echte Freiheit zu eröffnen.

Anders als in berufsbegleitenden postgradualen Weiterbildungsangeboten enthält der Studiengang neben Theorievermittlung, Selbst- und Fremdwahrnehmung und einem umfassenden Praktikum unter Supervision auch eine starke – durchaus spannende – Forschungskomponente. Über die Vereinigung der HochschullehrerInnen zur Förderung von Counseling in Forschung und Lehre ist die ThHF in der Deutschen Gesellschaft für Beratung – German Association for Counseling (DGfB) – vertreten und erfüllt die für die Beratungsprofession erforderlichen Ausbildungskriterien.

Tätigkeitsfelder nach dem bestandenen Bachelor-Abschluss sind:

  • Selbständigkeit im Bereich Beratung
  • Honorar- oder Festanstellung in Berartungsstellen freier oder kommunaler Träger
  • Arbeit in Krankenhäusern- insbesondere für psychische und psychosomatische Störungen
  • Leitungsfunktionen in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen oder christlichen Werken
  • Akademische Laufbahn in Forschung und Lehre

Zulassungsvoraussetzung zu dem jeweils im Wintersemester beginnenden konsekutiven Studium ist ein erfolgreicher Studienabschluss (B.A., M.A., Dipl., Mag., Dr.) einer Universität, Hochschule oder Fachhochschule in Deutschland oder ein gleichwertiger Studienabschluss in den Studiengängen Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Psychologie, Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaften oder Soziologie.

Wir erwarten dabei einen Studienabschluss mit der Durchschnittsnote 2,5 oder besser, wobei auf Antrag unter besonderen Voraussetzungen vom Erreichen der Durchschnittsnote abgesehen oder ein anderer Studiengang anerkannt werden kann. Bei fachfremden Abschlüssen wird von Studienbewerbern verlangt, fachspezifische Kenntnisse im Bereich Psychologie im Umfang von mindestens 5 Credits nachzuweisen oder innerhalb der ersten beiden Semester zu erbringen. Über Anerkennung der fachspezifischen Kenntnisse.

Bewerber müssen die Teilnahme von mindestens 50 Zeitstunden an Selbsterfahrungsveranstaltungen nachweisen. Dazu zählen: eigene Therapieerfahrungen, Selbsterfahrung in Einzel- und Gruppensettings, selbst- und fremdwahrnehmungsorientierte Lehrveranstaltungen bisheriger Studienleistungen und professionell angeleitete Auseinandersetzungen mit der eigenen Person / Biographie (z.B. Supervision, Balintgruppen, Psychodrama). Maximal die Hälfte der geforderten 50 Zeitstunden kann auf Antrag an den Prüfungsausschuss noch innerhalb der ersten 2 Semester nachgeholt werden.

Zur Einschätzung der persönlichen Eignung und Studienmotivation von Bewerbern finden zwei Auswahlgespräche statt, davon eines mit einem Dozierenden der Hochschule und eines mit einem Berater an einer Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle oder äquivalenten Einrichtung. Die Gespräche werden schriftlich bestätigt mit dem Vermerk „für eine Beratungstätigkeit voraussichtlich: geeignet/bedingt geeignet/nicht geeignet.“ Wird ein Bewerber in beiden Gesprächen als „voraussichtlich nicht geeignet“ eingeschätzt, ist eine Zulassung zum Studium nicht möglich. Wird der Bewerber in einem oder beiden Gesprächen als „voraussichtlich bedingt geeignet“ eingeschätzt, kann die Zulassung zum Studium von Auflagen abhängig gemacht werden (z.B. zusätzliche Selbsterfahrung, ein eigener Beratungs- oder Therapieprozess etc.)

Zulassung

Der Antrag auf Zulassung zum Studium wird auf Anfrage vom Zulassungsamt/Akademischen Auslandsamt zugesandt. Der Zulassungsantrag ist an das Zulassungsamt/Akademische Auslandsamt zu richten. Zusätzlich zum Zulassungsantrag müssen folgende Unterlagen vollständig und fristgerecht eingereicht werden:

  • Amtlich beglaubigte Fotokopien der Originalzeugnisse über den Studienabschluss und Studienzeiten
  • Nachweis über Selbsterfahrungsveranstaltungen
  • Ergebnisse der Auswahlgespräche
  • Angaben zur Finanzierung des Studiums
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Passbild

Ausländische StudienbewerberInnen, die über geringe oder keine Deutschkenntnisse verfügen, haben die Möglichkeit, an der Theologischen Hochschule Friedensau einen einjährigen Kurs “Deutsch als Fremdsprache” zu belegen.

Ansonsten müssen die Bewerber gute Deutschkenntnisse nachweisen können. Diese können durch eine erfolgreiche TestDaF-Prüfung (4 x TDN 4) nachgewiesen werden.
Die Studienzeiten sind möglichst genau mit entsprechenden Nachweisen, wie Transkript und so weiter, zu belegen. Bitte keine Originalzeugnisse zusenden! Die Unterlagen bleiben im Besitz der Hochschule. Amtliche Übersetzungen aller fremdsprachigen Unterlagen sind grundsätzlich in deutscher Sprache zu halten, außer bei englischen Dokumenten.

Ein Zulassungsantrag kann von der Hochschule erst dann bearbeitet werden, wenn die erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen. Daher können nur solche Anträge im Zulassungsverfahren berücksichtigt werden, denen bis zum Ablauf der Antragsfrist die erforderlichen Unterlagen beigegeben worden sind. Unvollständige Anträge werden nicht bearbeitet.

Zulassungsbescheid

Die Anträge auf Zulassung zum Studium werden vom Zulassungsamt/Akademischen Auslandsamt bearbeitet. Die Zulassungsentscheidung erfolgt unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Studienplätze, dem Grad der Qualifikation und der geklärten Studienfinanzierung. Wenn alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Zulassungsbescheid schriftlich dem Bewerber mitgeteilt. Die Zulassungsbescheinigung für ausländische Studienbewerber wird erst nach Einzahlung der Kaution zugesandt.

Fristen

Die Anmeldung für Studierende aus einem EU-Staat und aus der Schweiz/Liechtenstein erfolgt bis zum 31. August (Beginn: Oktober). Der Anmeldeschluss für Studierende aus anderen Ländern ist der 30. April (Beginn: Oktober).

Blockwochenpläne:

Vorlesungswochen FB CSW im Wintersemester 2018-2019

Vorlesungswochen FB CSW Sommersemester 2018

Prüfungsordnung MA Counseling Stand: 31. Mai 2017
Gültig bis Studienbeginn Sommersemester 2017

Prüfungsordnung MA Counseling Stand: 30. Juni 2017
Gültig ab Studienbeginn Wintersemester 2017/18

Für weitere Fragen steht das Dekanat / Prüfungsamt gern zur Verfügung.

Nimm jetzt Kontakt auf!

Hast du noch Fragen

… zu den Studiengang
… zur Bewerbung
… zur Finanzierung
… oder allgemein?

Ich berate dich gerne!

Andreas Bochmann, Ph.D.,
Leiter des Studiengangs Counseling
E-Mail andreas.bochmann@thh-friedensau.de

Ich freue mich von dir zu hören!

Studiengänge

Ich interessiere mich für ein Schnupperstudium